All – Beginn
Dienstag, 2. Juni 2009
All – Beginn
Vorm Schlaf
sortieren wir
Gestirne
gezeichnet auf
dein Kind
unter meiner Haut
Schreie
dunkelroter Morgen –
Glut
tränken
Sterntalers Kleid
empfangen
weltliche Dreier –
Konstellation
A.B. 28.05.09
Geschriebenes in vielen Sprachen, Formen und Farben....
All – Beginn
Vorm Schlaf
sortieren wir
Gestirne
gezeichnet auf
dein Kind
unter meiner Haut
Schreie
dunkelroter Morgen –
Glut
tränken
Sterntalers Kleid
empfangen
weltliche Dreier –
Konstellation
A.B. 28.05.09
Weiβ
Vögel und Bäume
verstummt
vor dem Fenster
du kratzt dich
an der Nase
zeichnest Linien
mit der Gabel
ins gestärkte
Tischtuch
ich denke
an
Skiurlaub
als du aufstehst
und gehst
ohne es zu sagen
erbleichen
Chamäleonhände
Farbe des Stoffes
du hast deine
Serviette nicht
gefaltet
Wer gibt dir das Recht?
A.B. 26.05.09
Glockenblumen
Sonntags
läuten Glocken
für dich –
noch einsamer
machen
sie mich
dort
rupfend
am Unkraut
meiner Seele
wässern Tränen
Kränze
aus
Vergiβ-mein-nicht
A.B. 25.05.09
kauernd
im nassen Dunkel
allein
aus der Schwärze der Freiheit
mein Auge
spürt das Gefängnis der Helle
hinter dem Gitter des Schattens
Angst rennt
hinterläßt keine Spuren
still
versteckt im Rahmen des Lichtes
A.B. 04.02.09
Murmelbilder
In zehn Jahren,
sagtest du einst,
kennen wir uns nicht mehr.
Im Glasmurmelbild stand
unsere Welt auf dem Kopf.
Dort
schrieben wir
Liebesbriefe auf Pergament und
Gefühle in Schönschrift
auf Löschblätter.
Ich Marian –
du Robin, mein Held,
radelnd im Aprilregen,
händchenhaltend
im Raucherkino
bei ‚Crocodile Dundee‘.
Ich trug deine Armbanduhr,
schlief in deinem T-Shirt
neben der ersten roten Rose;
Freddy Mercury sang
‚Crazy little thing called love‘
nur für dich und mich.
Unsere Initialen bleiben bis heute
in einen Baumstamm geritzt.
A.B. 19.05.09
manchmal
sehe ich
dich – Vater
in meinem Garten
Patiencen legend
in der Abendsonne
im Frieden
Kirschblütenregen
verweht
dieses Bild -
in mir
und ach
nur einmal
dein Räuspern
zu meinem Gedicht
dein Lächeln
in mein Gesicht
im Sommer
A.B. 17.+18.05.09
durchgeknallt
in grau-blauer Leere
friere ich
unter
deinem Angesichte
noch
im fahlen Tageslicht
bleibt Zeit
zu richten
ein Lager
des Nachts
dein gläsernes Dunkel
strömt
in meine Glieder
wir erstarren
dünnhäutig
verstaubt und
zerbrechlich
ich finde keine Ruh
bei dir
warte
in kalter Hoffnung
auf das Licht
schade -
für dich kommt es
bestimmt nicht
A.B. 14.05.09
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