Über - Mut

Dienstag, 19. Mai 2009

Über - Mut


zur Oberseite der Wolken
durch Turbulenzen
in schwindelnden Höhen

Ikarus Wahnsinn

neben mir zwei junge Mädchen -
diskutieren Geschlechtsverkehr
und ‚Wahre Liebe‘

in meinem Tagebuch lasse ich sie verstummen

 

A.B. 09.05.09

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Die Musik meiner Kindheit

Die Musik meiner Kindheit

 

Durch den Süden Frankreichs

zogen wir,

luden zu Konzerten

in weiβen Kirchen

nicht fern vom Meer.

 

Im kühlen Dunkel

sangen wir Kantaten,

kindlich schillernder Sopran,

begleitet von Pauken und Trompeten,

getragen von unseres Chormeisters Hand.

 

Heimlich lutschend Kräuterkandis

beim Orgelritornell,

genossen auch wir,

gleich der hundert Augenpaare,

verzaubert,

in andächtiger Stille,

unseren geschulten Chor.

 

Laudate Jehovam

erklang

in Weihrauchdüften,

das Sonnenlicht,

bunt tanzend

von Glasrosetten

auf jungen Gesichtern.

 

Was einst musiziert

in Kirchengewölben,

klingt noch heute

im Herzen

als Musik meiner Kindheit.

 

 

A.B. 07.05.09

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Traum Kino Fahrt

Traum Kino Fahrt

 

zusammengerollt

in Jackendecken

die Knie am Kinn

fängt bei Nachtfall

im Rücksitz des R5

mein eigenes Kino an

 

vom Mondprojektor

scheint das Licht

auf Himmels Leinwand

lese ich

in schwarzen Wolken

ein dunkles Gedicht

 

Alleenbäume ohne Blätter

Spielen (die) Hauptrollen –

Gestalten dieses Gruselfilms

grinsen mich durchs Fenster an

 

Regen trübt die Linse nun

Wind kommt auf

reiβt an den Rädern

 polternd durch die Geisterbahn

 

leise murmeln heisere Stimmen

das Radio rauscht

der Motor brummt

ich liege dort

doch kann nicht schlafen

Nachttraumfilme

sind selten bunt

 

A.B. 07.05.09

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wen interessiert es....

Dienstag, 5. Mai 2009

wen interessiert es....

 

...daβ

meine Gedanken an dich

überschlagen

sich und

tanzen um mich

herum

tagein, tagaus

des Nachts

im Traume vorbei

an meiner Realität

erfassen Sätze

meine Sehnsuchtsworte

geschrieben in den Wind

zu rütteln an deinem Fenster

vermischt mit warmem Tränenregen

 

doch fürchte ich

du fühlst es nicht

 

A.B. 5.5.09


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Je ne suis pas quand je rêve (Jean Cocteau)

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Wechsel

Wechsel

 

Kirschbaumblüten

übermalen

mein heimaltlich

dunkles Gemüt mit

strahlendem Weiβ

 

beim

wohl – klingendem

Vogelkonzert

erhebt sich hinfort der

winterschmerzenden Sinne

hoch in die Lüfte

mit schwerem Flügelschlag

meine vertraute

Kindheitsmelancholie.

 

A.B. 4.5.2009


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Je ne suis pas quand je rêve (Jean Cocteau)

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der Regen

der Regen

 

auf meiner Seele

peitscht

hassgeladen

Risse in meine Haut

 

im Dunkel

deiner Gefühle

zerreiβt meine Hoffnung

verbleibt

in blutigen Fetzen

fern

des Herzens

 

dort

verbraucht von

Ohn - Macht

sind gelähmt

mein Hände

angstzitternd

vor

Augen - Höhlen

 

A.B. 3.+5.Mai.2009


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Je ne suis pas quand je rêve (Jean Cocteau)

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erkenntnis

Montag, 4. Mai 2009

erkenntnis

 

im Handtaschenchaos

meines langweiligen Lebens

 

vergeben

 

erkranktes Lächeln

ohne Streben

zu dir

zu mir

 

nur Angst lebt

fort in meinen Sinnen

ihr nie mehr zu entrinnen

- furcht

meine Haut -

in Falten geschlagene

Erinnerungen

 

vergessen

 

das schwerelose Sein

 



A.B. 04.May 2009

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Je ne suis pas quand je rêve (Jean Cocteau)

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